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Workshop - Technikreview

Holger Gierth

 

Ein intensiver theoretischer Input, zu den technischen Möglichkeiten von Social Intranet Lösungen liegt nun hinter uns. Aus einer schier unendlichen Auswahl an Systemen, haben wir uns letztendlich die technischen Lösungen von 6 Anbietern angeschaut. Herr Grigo und sein Kollege aus dem Servicecenter IT haben uns anschaulich und kompetent die Nutzungsmöglichkeiten der 6 „Auserwählten“ vorgestellt. An dieser Stellen noch einmal meinen herzlichen Dank für Ihre Mühe, die Vorbereitung und Durchführung des Tages.

 

 

 

Nach einem kurzen Blick in die Runde, als die ersten Screenshots an die Wand geworfen wurden, war schnell klar, dass der überwiegende Teil der Workshopcrew (meine Person eingeschlossen), noch nie in einem Social Intranet System unterwegs waren. Ein „unverbauter“ Blick auf das Neue, war somit bestens gewährleistet.

 

 

 

Funktionen die begeistern.

 

Wir haben einen tiefen und fachlich sehr fundierten Einblick, in die technischen Möglichkeiten der Systeme erhalten. Viele Grundfunktionen gleichen sich, das eine Programm kann etwas mehr, dafür ist ein anderes hübscher anzusehen. Zugegen, es gibt teilweise auch viel Schnick-schnack, den wohl kein Mensch braucht, der aber nett aussieht. Daneben sahen wir richtig praktische, sinnhafte Funktionen, bei denen mir spontan, eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten für uns eingefallen sind. Grade wenn es um die Zusammenarbeit und den Dialog über große Distanzen geht, aktuelle Thema platziert werden sollen oder die Bereitstellung von tagesaktuellen Informationen gewünscht ist, bietet ein Social Intranet für uns hervorragende Möglichkeiten. Welche Erleichterung kann es sein, wenn Kollegen in Bad Laasphe, Lippstadt und Recklinghausen, gleichzeitig an ein der Erstellung einer Präsentation, einem Text oder an einer Berechnungstabelle arbeiten können. Kein ständiger Austausch von Dateien per E-Mail, kein Hick-Hack wer denn nun wohl die letztendlich finale Versionen auf seinem Rechner hat. Neben bei kann man seinem Kollegen noch per Chat ein paar Tipps mit auf den Weg geben. Projektgruppen könnten ihre aktuellen Ergebnisse einstellen, Einladungen zu Veranstaltungen und Fortbildungen können passgenauer verteilt werden. Das klingt doch gut, oder?

 

 

Bei der Suche nach technischen Neuerungen, darf aber nicht der Blick auf das Vorhandene vergessen werden. Systeme dürfen nicht konkurrieren, denn dann gibt es mindestens einen Verlierer. Haben Nutzer die Wahl zwischen zwei Systemen, die nicht eng miteinander verzahnt (oder sogar eins) sind, wird es ein neues System folglich sehr schwer haben, die Nutzer von seinen Vorzügen zu überzeugen. Das ist nur menschlich…

 

 „Ein System, welches der Nutzer nicht nutzt, nützt uns nichts!“ Eine einfache Feststellung, die es für uns zu beachten gilt.

 

 

 

Einsame Spitze

 

Keine Diskussion zum digitalen Wandel, ohne einen kurzen Abstecher in die Untiefen des Datenschutzes. Wir haben gelernt, dass wir in unserem Lande wahrlich weltmeisterlich, und in der Welt in jeglicher Hinsicht EINSAME Spitze sind, wenn es um den Datenschutz geht. Die Sicherheit der Daten die uns anvertraut werden oder die wir als Unternehmen selber generieren, hat zu Recht einen sehr hohen Stellenwert. Unsere bestehenden Datenschutzrichtlinien sind Hieb- und Stichfest. Diesen Sicherheitsstandards muss sich auch ein Social Intranet anpassen können. Ich bin sicher, diese Diskussion haben wir nicht zum letzten Mal geführt.

 

 

 

Spielerisch geht´s weiter!

 

Nach dem theoretischen Input, wollen wir nun zügig ins tun kommen. Durch unser Servicecenter IT, wurde für die Projektteilnehmer, versuchsweise eine Software freigeschaltet (Office 365). Jeder Teilnehmer kann und soll in den nächsten Tagen, ein wenig in dem System „rumspielen“ und seine eigenen Erfahrungen, in der Handhabung so einer Kollaborationslösung sammeln. Ich bin sehr gespannt, was dabei rumkommen wird. Ganz nebenbei wird der nächste Workshop vorbreitet und der fachliche Austausch, mit den Kollegen der Stiftung Liebenau steht auch noch auf dem Programm.

 

 

 

„Digitale Teilhabe“ möglich machen.

 

Zum Ende und quasi außerplanmäßig, entstand noch eine interessante Diskussion zur „Digitale Teilhabe“ für Menschen mit Assistenzbedarf. Bei allen technischen Neuerungen, Digitaler Transformation, Digitalem Wandel, Digital Leadership, Service Design und IT-Strategien, gilt es nicht zu vergessen: Auch die digitale Welt muss barrierefrei sein, Klientinnen und Klienten müssen die Möglichkeit bekommen, in der digitalen Welt mitzugehen. Diese Zugänge möglich zu machen, muss unser Anspruch sein. Ob es mit der Bereitstellung von W-LAN für die Klienten in unseren Einrichtungen beginnt oder mit der Klärung der Fragestellung, zur Nutzung unserer Serverstrukturen endet. So ist uns zum Beispiel in der Runde aufgefallen, dass wir Klienten in der Regel nie nach einer E-Mail Adresse fragen, über die wir sie erreichen könnten!? Warum eigentlich nicht? Wenn wir ehrlich sind, haben wir hier durchaus noch Luft nach oben. Und den Willen diese auch zu nutzen… Wir bleiben am Ball!

 

Zum Abschluss möchte ich Ihr Augenmerk auf die beigefügte PDF Datei lenken. Sie finden hier eine Stellungnahme der Freien Wohlfahrtspflege:Digitale Transformation und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Organisationsentwicklung der Freien Wohlfahrtspflege unter den Vorzeichen der Digitalisierung.

 

Passt in die Zeit und zu unserem Auftrag.

 

Herzliche Grüße,

Holger Gierth

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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