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Neue Anträge erforderlich!

 

In allen Einrichtungen und Diensten des Sozialwerks laufen die Vorbereitungen für die Umsetzung der neuen Bestimmungen nach dem Bundes-Teilhabe-Gesetz auf Hochtouren. Einen nie da gewesenen Verwaltungsaufwand für Klient*innen, gesetzliche Betreuer*innen und das Sozialwerk St. Georg stellt die Trennung der Leistungen für Menschen in stationären Einrichtungen dar.

 

Da aber die Klärungen mit den zuständigen NRW-Landesministerien noch nicht abgeschlossen sind und die Verhandlungen des neuen Landesrahmenvertrags noch geführt werden, sind wichtige Verfahren leider immer noch nicht abschließend klar. Trotz aller Widrigkeiten will das Sozialwerk St. Georg aber Einbußen für Betroffene beim Übergang vom alten zum neuen Recht verhindern. Zurzeit stimmen wir uns u.a. mit allen Sozialämtern über das zukünftige Verfahren der existenzsichernden Leistungen für Klient*innen in Wohneinrichtungen ab.

 

Spätestens zu Beginn des dritten Quartals 2019 sollten alle Klient*innen, die in einer Wohneinrichtung leben, einen (neuen) Antrag auf Grundsicherungsleistungen, Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB XII oder Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II stellen. Dazu wollen wir in den nächsten Wochen mit den örtlichen Sozialämtern, den Entwurf einer Mietbescheinigung abstimmen, mit der die Wohnkosten in der jeweiligen Wohneinrichtung belegt werden können. Separat ausgewiesen werden damit auch die Betriebs- und Nebenkosten der Wohneinrichtung.

 

Wir haben begonnen die Teilhabebegleiter*innen intensiv zu den neuen Verfahren zu schulen. Den Klient*innen im Sozialwerk St. Georg wollen wir Profis an die Hand geben, die Informationen haben was zu beachten ist und durch die neuen Bestimmungen lotsen können. Auch beim Gesamtplanverfahren und der neuen Bedarfsermittlung, sollen die Klient*innen durch Teilhabebegleiter*innen des Sozialwerks St. Georg mit Rat und Tat, z.B. als Person des Vertrauens, zur Seite stehen.

 

Sprechen Sie dazu bitte bei Bedarf die Leitungskräfte in den einzelnen Regionen und Standorten im Unternehmensbereich Westfalen Süd an.

 

Offen und viel diskutiert wird derzeit noch, wie und ab wann die Umstellung der Finanzierung der Assistenzleistungen von dem bisherigen Tagessatz auf die neue Fachleistung erfolgen wird. Auch hier wird in NRW auf Landesebene noch verhandelt. Es ist zu erwarten, dass dafür neue Anträge beim Eingliederungshilfeträger (z.B. LWL) erforderlich sein werden. Sobald uns verbindliche Aussagen vorliegen, werden wir Sie mit dem Blog zeitnah informieren.

 

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